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Dümmerexkursion

Der Dümmer in Niedersachsen liegt in der nordwestdeutschen Tiefebene ca. 70 km von Halle/W. entfernt. Bei dem Gewässer handelt es sich um einen Flachwassersee, der seine Entstehung den letzten beiden Eiszeiten verdankt. Die gesamte Dümmerniederung umfasst ca. 50 Quadratkilometer und besteht neben dem Seekörper aus angrenzendem Feuchtgrünland und Resten von Erlenbruchwäldern. Die Eindeichung des Sees, die 1953 abgeschlossen wurde, stellte einen gravierenden Eingriff in das Ökosystem des Sees dar und viele Lebensräume für Tiere und Pflanzen gingen damals verloren. Das Land Niedersachsen kaufte daher 1980 große Flächen im Bereich des Dümmers auf, da man die Bedeutung des Sees als Brutstätte für die Vogelwelt erkannt hatte. Wiesen und Weiden wurden wieder vernässt und bieten heute vielen seltenen Vogelarten wie Brachvögeln, Uferschnepfen u.a. einen Lebensraum. In den ausgedehnten Röhrichten an den Seeufern brüten Singvögel wie Blaukehlchen, Bartmeisen und Rohrsänger. Seit 2001 ist das Gebiet EU-Vogelschutzgebiet und wegen seiner großen Bedeutung für die dort siedelnde Tier- und Pflanzenwelt ist es seit 2004 auch als FFH-Gebiet ausgewiesen worden. Im Frühjahr und Herbst nutzen tausende sibirische Blässgänse die Feuchtwiesen als Rast- und Nahrungsplatz. Die Exkursion vermittelt den Teilnehmer*innen einen Eindruck dieser Naturoase mit ihren vielfältigen Lebensräumen und ihrer reichhaltigen Vogelwelt.

Für diese Veranstaltung gilt die eigene Anreise.

Mitzubringen / Material

Fernglas, festes Schuhwerk. Hunde sind während der Exkursion nicht zugelassen